Sonntag, 5. Mai 2013

Alle Staatsbeamten mit Warzen auf der Wange sollen entlassen werden



Sagen wir einmal, dass Dein Auto, das auch ein gewisses Alter hat, einen Motorschaden hat. Du lässt es in eine Werkstatt abschleppen und der Mechaniker, ohne überhaupt die Motorhaube zu öffnen, sagt Dir: „Ich wechsle 12 Ersatzteile, ist das okay?“ – Noch bevor sich in Deinem Gesicht der Ausdruck der Verwunderung abzeichnen kann, ruft der Hilfsmechaniker aus der Tiefe und bringt einen Gegenvorschlag: „Meister, ich würde sagen, dass Du heute 5 wechselst und 3 in einem Monat“. Auch der Buchhalter der Werkstatt bekommt dieses Gespräch mit: „Leute, heute ist Donnerstag. Wir sagten doch, dass wir Donnerstags 4 Ersatzteile wechseln, habt ihr das vergessen?“. 

Würde Dir dieser Dialog als „normal“ erscheinen? Würdest Du Dein Auto je ihren „erfahrenen“ Händen überlassen?

Warum erachten wir dann all diese surrealistische Philologie über die Zahl der Staatsbeamten, die entlassen werden sollen, als normal? 

Das Problem sind nicht die Staatsbeamten als Person. Es sind die Strukturen und die „Dienste“ im öffentlichen Sektor. Dies haben sogar die Steine erkannt: Diese Monstrosität des Kundenumgangs muss abgerissen und wieder neu erstellt werden. Wir brauchen eine ganz neue staatliche Organisation: in der Organisation, Ausrüstung, Methodik, Mentalität, Mission, Effizenz. VÖLLIG NEU! 

Der einzige Weg, dies in diesem enormen Umfang zu erreichen,  ist Stück für Stück – und immer von oben nach unten, nie umgekehrt. Wieviele Beamte braucht ein Finanzamt mit einer voll ausgestatteten Datenverarbeitung und Vernetzung mit einer einheitlichen Datenbank, um zu funktionieren? Welche Fachkenntnisse müssen sie mitbringen? Wieviele sind in entsprechenden Ämtern in anderen seriösen Staaten angestellt? 

Brauchen wir 8 IT-Ingenieure und 10 Sicherheitstechniker und haben entsprechend nur 3 und 4? WIR STELLEN 5 und 6 ein! Brauchen wir 4 Manager mit MBA und mit je 2 Fremdsprachen, mit einer Mentalität, wie im privaten Wirtschaftssektor, die verstehen, dass der Bürger ihr Gehalt bezahlt und sie ihn „auf Händen tragen“ müssen – und wir haben keinen einzigen? WIR STELLEN alle 4 ein! Zusammen mit ihnen bauen wir das neue Amt basierend auf dem Organigramm auf, unter Nutzung von Profis sowohl aus dem öffentlichen als auch privaten Sektor. Brauchen wir erfahrene Reiseführer, so dass die archäologischen Stätten bis spät nachmittags offen sind? Wir stellen sie ein! Brauchen wir Krankenpfleger? Wir stellen sie ebenfalls ein! 

Für alle gibt es ein Kriterium: Die fachliche Qualifikation
Wir machen nicht die Gärtner, die Gerichtsdiener, die Mitläufer zu Krankenpfleger, weil sie irgendwo eingestellt sind und versetzt werden müssen. Für alle gibt es ein Kriterium: Dass man die fachliche Qualifikation für die entsprechende Arbeitsstelle mitbringt. Ob man nun aus dem staatlichen Sektor, vom OAED, vom Kongo oder vom Mars kommt, IST GAR KEIN KRITERIUM! So wie auch das Alter kein Kriterium ist, Kinderreichtum, ob jemand invalid ist oder eine Warze auf der Wange hat.

Die Arbeit in einem Amt des Staates ist keine Wohlfahrtsfürsorge! Und wenn unbedingt die Erfahrung im Staatsdienst ein Kriterium sein müsste, wäre dies negativ für den dringlich neu zu gestaltenden Staatsbetrieb. Erstens, weil die Gewöhnung an eine bestimmte Mentalität es schwer macht, sich an eine entgegengesetzte anzupassen, und zweitens, weil die Illegalität und der Diebstahl nicht belohnt werden können. Wer sich an diesen Wörtern stört, soll uns erklären, was genau der durch die Hintertür eingestellte Müssiggänger, aber auch sein Abgeordneter – Patron gemacht haben? Haben sie nicht das Gesetz umgangen, zu Gunsten beider, aber auch Zu Lasten aller anderen? Haben Sie vom Steuerzahler nicht Geld gestohlen, aber auch vom Obligationär der „geschnitten“ wurde, vom Aktionär, der sein Vermögen verfliegen sah, dem Gewerbetreibenden, der – die Besteuerung nicht aushaltend – seinen Laden geschlossen hat? 

Wenn also das neue Staatsamt vollständig besetzt ist, werden alle, die nicht gebraucht werden, entlassen. Ob es nun 5 oder 5‘000 sind. Denn wenn ein System 10 Personen benötigt, um zu funktionieren und man 11 hat, der Elfte es nicht nur finanziell belastet, sondern auch funktionell „bremst“. Es ist kein Kriterium, ob jemand einen zeitlich begrenzten Vertrag hat oder auf dauerhafter Basis angestellt ist. Es ist möglich, dass der befristet Eingestellte in einem Amt notwendig ist, das Projekte erstellt und der dauerhaft „Parkierte“ in einem der tausend von Organisationen, die nur auf dem Papier stehen. Auch kann es kein Kriterium sein, was für ein guter Mensch ein Beamter ist. Die Arbeit ist keine Belohnung für den „Guten“, noch die Arbeitslosigkeit eine Bestrafung für den „Bösen“. Die Beschäftigung setzt ein Arbeitsobjekt voraus! Wenn dieses nicht vorhanden ist, wird das Gehalt des Müssiggängers – der eine Seele von Mensch sein mag – der produktiven Wirtschaft entzogen, die in die Rezession (also in ein immer grösseres Unvermögen zur Bezahlung des Gehalts des Müssiggängers) und  - letztendlich – in den Zusammenbruch geführt wird. 

Ein antiproduktives Monster, das sich selbst füttert
Die Illusion der Produktion besteht zu einem grossen Teil bei den Staatsbeamten, die vielleicht wirklich „in der Arbeit versinken“, jedoch auf Befehl eines antiproduktiven Monsters, das sich selbst füttert, indem es das Universum zerfetzt. Lasst uns endlich etwas von den Dänen lernen, da wir – Schreck lass nach – das Dänemark vom Süden werden wollen: Je mehr Mobilität auf dem Arbeitsmarkt, desto besser bezahlt, effizenter und zufriedener sind die Angestellten. Weil, welches ist die Waffe des bösen Arbeitgebers? Die Androhung der Entlassung. Stellen Sie sich das Gegenteil vor: „respektiere meine Rechte, weil ich sonst gehe!“. Aber, dass er auch eine Arbeitsstelle findet, wenn er denn geht, nicht wahr? Die einzige Möglichkeit eine Arbeit zu finden, das Heer der Arbeitslosen des Privatsektors und alle Beamten, die als nicht notwendig erachtet werden, ist die, dass die Wirtschaft wieder anzieht. Und nicht nur: Dass das Land das Produktionsmodell ändern kann. 

Die Neugestaltung des Staatsapparates ist die Voraussetzung der tektonischen Änderungen in der Struktur der Wirtschaft und unserer Gesellschaft, die getätigt werden müssen. Wir sehen sie, aus errungener …. Trägheit, als Albtraum – aber dies bedeutet nicht, dass sie unbedingt unangenehm sein müssen! 

Hunderttausende von Menschen werden von Athen und den urbanen Zentren in die Peripherien umsiedeln müssen, um ihnen den „Lebenshauch“ einzublasen. Viele verfolgen in ihrem Leben diese Veränderungen! Es sind viele, die versuchen eine neue berufliche Karriere zu beginnen in der wirklichen Produktion, mit besseren Aussichten, als diese, die Kariotakis beschreibt und grösserer Selbstachtung, als jener, die sie mit dem grundlosen Beschmutzen von „unschuldigem weissen Papier “ erhalten. Aber, anstatt, dass der Staat ihnen dies erleichtert, bindet er sie fest. (Versuchen Sie einmal eine Bewilligung für eine Viehzuchteinheit oder die Anlegung eines einfachen Brunnens zu erhalten …). 

Wie soll ein neuer Staatsapparat gebaut werden?
Daher sollten wir aufhören, darüber zu reden, wieviele entfernt werden sollen und mit dem ernsten Gespräch beginnen:  Wie ein neuer Staatsapparat „gebaut“ werden soll. Welche Sektoren brauchen wir und welche nicht. Welche Funktionen in seinem Prozess verbleiben müssen und welche können besser und günstiger vom Privatsektor übernommen werden. Welche Struktur wird benötigt, wie kann das Fortbestehen des Staates gewährleistet werden, unabhängig von Regierungswechseln, wieviele Spitzenfunktionäre werden benötigt, mit welchen Qualifikationen, zu welchen Vergütungen, in welchen Situationen ist eine Daueranstellung nützlich und in welchen schädlich, welche Beurteilungsmethoden sind am geeignetsten. 

Dies sind die einzigen substantiellen Themen. 

Sonst ist der vollständige Untergang der Privatwirtschaft eine Frage der Zeit und infolge dessen der Steuereinnahmen. Wenn wir uns nicht ernsthaft zusammennehmen, wird der Staat nicht einmal mehr Geld haben, um die Berater des Herrn Manitaki zu bezahlen noch ihn selber, welche Kriterien für ihre Auswahl auch immer zugrunde lagen.

Quelle: protagon.gr / Autor Thanos Tzimeros (Gründer der politischen Bewegung „Wiedererschaffung“)

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