Montag, 28. Oktober 2013

Kellner mit Doktortitel gesucht!



In der neuen Epoche des Memorandums und der Troika wird für eine einfache Anstellung als Ladenverkäufer ein postgraduales Studium bis hin zum Doktortitel gefordert. Es handelt sich um einen einfachen Fall irrationaler Anforderungen seitens der Arbeitgeber des Privatsektors, die auf der Liste mit den zwingenden Voraussetzungen erscheinen, welche vom OAED herausgegeben wurde und vereinzelte Fälle in Elefsina, Chania, Xanthi, Thessaloniki, und Patra betreffen. Die privaten Unternehmen, welche die entsprechend hohen Qualifikationen als Voraussetzung setzen, suchen nach Arbeitskräften entweder als Verkäufer, Kellner oder Büroangestellte. 

Konkret wenden sich diese Arbeitgeber über den OAED mittels der „Zentren für Förderung der Beschäftigung“ (KPA) an bei der Organisation registrierte Arbeitslose zur Besetzung der von ihnen offerierten Arbeitsstelle. Zu den erwähnten Voraussetzungen (und von den privaten Arbeitgebern selbst gestellt) wird von den Unternehmen, die das entsprechende Gesuch an die KPA in Elefsina, Thessaloniki, Toumpa, Chania und Patras gestellt haben, ein postgraduales Studium für Bürostellen gefordert. 

Zur gleichen Zeit ist ein Unternehmen auf der Suche nach Kellnern mittels KPA Elassounas und zu den von ihm gestellten Voraussetzungen gehört der Besitz eines Doktortitels. Ebenfalls Arbeitnehmer mit Doktortitel sucht ein Unternehmen für seine Ladenlokale, das in der Gegend von Xanthi tätig ist und sich hierfür an die KPA des OAED gewandt hat. 

Das eindrucksvollste jedoch ist die Tatsache, dass der OAED diese Gesuche gutgeheissen hat, aber trotz der Irrationalität der Anforderungen diese auf Anklang zu finden scheinen. Immerhin, von den gesamten 1‘004‘545 registrierten Arbeitslosen der Organisation, ob diese nun noch Arbeit suchen oder nicht, besitzt eine erhebliche Anzahl 188‘234 einen universitären Abschluss. Von diesen ist 1/3 Inhaber von postgradualen Abschlüssen oder Doktortiteln. Dies bedeutet, dass eine erhebliche Anzahl der Arbeitslosen über einen hohen Ausbildungsgrad verfügt und Arbeit mittels des OAED sucht - ohne Erfolg. 

Die Erhöhung der Arbeitslosigkeit und der Bedarf nach Arbeit ist so hoch, dass die gestellten Arbeitsgesuche meist höher als die vorhandenen Arbeitsstellen sind. Charakteristisches Beispiel ist das Programm gemeinnütziger fünfmonatiger Beschäftigung, welche 10‘000 Arbeitsplätze in Gemeinden und Bezirksverwaltungen ausgeschrieben hat. Trotz der Tatsache, dass es sich an Arbeitskräfte mit niedrigerem Bildungsniveau wandte, überstiegen die Gesuche die Zahl von 100‘000. Überdies ist eine enorme Anzahl Arbeitsloser (559‘332) mehr als 12 Monate ohne Arbeit und so suchen sie auch Arbeit, die weit unter ihren Qualifikationen liegen.


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