55‘000 Unternehmensschliessungen und 195‘000 Entlassungen



Laut Dachverband der Freiberufler, Gewerbetreibenden und Kaufleute rechnet man im Jahr 2013 mit 195‘000 Entlassungen und 55‘000 Unternehmensschliessungen

Entgegen den Beteuerungen der griechischen Regierung des baldigen Aufschwungs sprechen gemäss Schätzugen des Dachverbandes der Freiberufler, Gewerbetreibenden und Kaufleute (GSEBBE) die Zahlen für das Jahr 2013 dagegen. 

Laut einer panhellenischen Erhebung des Instituts für Kleinunternehmen in Zusammenarbeit mit MARC AE, werden 195‘000 Arbeitstellen verschwinden als auch 55‘000 Klein- und Mittelunternehmen ihre Tätigkeit einstellen, wovon 20‘000 Handelsunternehmen sind. 

Herr Th. Gerakis der MARCE AE äusserte gegenüber APE-MPE, dass wir zwar nicht ins Wachstumsstadium übergangen sind, jedoch zeigt sich eine Rückgang der Rezession. 

„Seit den Wahlen bis heute, also in 240 Tagen verzeichnen wir 240‘000 Arbeitslose, jedoch steht aufgrund der eingeschlagenen Politik zur Diskussion, dass die Arbeitnehmenden in unserem Land schwarz und teilzeit oder an zwei Arbeitsplätzen gleichzeitig und für 540€ arbeiten.“ betonte Hr. Gerakis. 

Nachdem die Arbeitslosenzahl stetig steigt, scheint die einzige sinkende Zahl, die der Investitionen zu sein. 45,2% der Unternehmer schätzen, dass sie im ersten Halbjahr 2013 keine Investitionen tätigen, wogegen 41,5% ihre Investitionen einschränken werden. 33% der Klein –und Mittelunternehmer rechnet erst nach dem Jahr 2020  mit einem Aufschwung der Wirtschaft.

170‘000 Unternehmungen befürchten Schliessung in den nächsten 12 Monaten
Laut Schätzungen des IME (Institut für Kleinunternehmen) des GSEBBE wird sich der Netto-Rückgang in dieser Zeitspanne auf 55‘000 belaufen,  wovon 20‘000 im Handel tätig sind. Sollten sich diese Zahlen bewahrheiten, sind zudem Entlassungen von 195‘000 zu erwarten (Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Freiberufler).

Aus der Untersuchung geht hervor, dass sich die Zahl der Arbeitsplatzverluste im ersten Halbjahr 2013 auf 69‘000 belaufen wird. 

Im privaten Sektor stehen einer Anstellung vier Entlassungen gegenüber (bei einer vorherigen Untersuchung waren es noch eins zu sieben Entlassungen) und sechs von zehn Unternehmungen gaben an ,im zweiten Halbjahr 2012 sowohl zu Arbeitszeit- als auch Gehaltskürzungen geschritten zu sein. Ebenfalls 47,7% der Unternehmungen haben ihre Gehaltskosten durch Kürzungen der Arbeitszeit oder der Arbeitstage gesenkt. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2010 30% der Unternehmungen, welche diese Massnahmen ergriffen. 

Die Teilzeitarbeit ist heute allgemein üblich, wobei  52,4% der Arbeitgeber mit dem Problem der rechtzeitigen Lohnzahlungen konfrontiert sind. 

Zum Schluss sorgt das wirtschaftliche Umfeld dafür, dass eine von drei Unternehmungen ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Insbesondere haben 33,8% offene Verpflichtungen gegenüber Lieferanten, 30% gegenüber ihren Vermietern, Banken und der DEKO (Dimosies Epixiriseis kai Organismoi); vier von zehn Unternehmungen gegenüber dem OAEE (Organismos Asfalisis Eleftheron Epaggelmation). Die Verpflichtungen gegenüber den Steuerbehörden sind um 25% gestiegen und die Hälfte der Befragten geben an, dass sie diesen im Jahr 2013 nicht nachkommen können. 

Ein interessanter Faktor ist, dass 80,9% der Unternehmungen zur Tilgung geschäftlicher Verpflichtungen eigene Spareinlagen verbraucht und 21,5% persönliche Vermögenswerte verwertet haben.

Die Anzahl der Unternehmungen, welche glauben ihr Geld sei besser im Ausland aufgehoben, ist gestiegen und 85% versucht es mit der Ladenöffnung am Sonntag.

Quellen (To Pontiki / Voria

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